Auf zur höchsten Erhebung der Colli Euganei: dem Monte Venda

Wir fahren die kleinen Straßen in den Colli Euganei hoch bis zum Casa Marina, dem Informationszentrums des Parks “Parco regionale del Colli Euganei” auf rund 290 m Höhe. Von hier aus wollen wir ganz hoch laufen, zur höchsten Erhebung in den Colli dem Monte Venda (601 m) und dem knapp darunter liegenden „Monastero degli Olivetani“ (Kloster Olivetano del monte Venda). Die Aussicht von dort soll fantastisch sein. Los geht’s mehr lesen…

Taijiquan entdecken

Den Kopf frei bekommen, natürlich tief durchatmen und dabei bewegen, allerdings ohne sich nach einem hektischen, energiezehrenden Tag noch mehr auszupowern, sondern besser neue Energie tanken und die eigenen Ressourcen auffüllen. Ruhe und Flow erleben – ohne in extremen Haltungen und Positionen zu verharren, sondern mit weichen, langsam fließenden Bewegungen im ständigen Wechsel zwischen sanfter Spannung und Entspannung im Rahmen der eigenen Möglichkeiten. Flexibler und geschmeidiger werden, dabei erden und zentrieren – und all das körperlich wie mental.

Mit Taijiquan ist das möglich. Wir lernen und folgen im Taijiquan einem vorgegebenen Ablauf und lassen den Alltag dabei weit hinter uns. Schalten ab und sind dennoch ganz im Hier und Jetzt, verankert mit unserer Atmung und sanft aber bestimmt auf das Üben fokussiert. Spüren in uns hinein, spüren und erleben wie unser Körper wieder zu ganz natürlichen Bewegungen zurückfindet, wenn wir körperlich wie mental entspannen und loslassen. Durch die bewegten Übungen lernen wir die Funktionsweise unseres Körpers, seine Struktur und seine Biomechanik neu kennen. Die Haltungen und Grundprinzipien – wiederum körperlich wie mental – können mit regelmäßiger Übepraxis immer einfacher in den normalen Lebensalltag übertragen werden, so dass die positiven Wirkungen weit über die eigentlichen Übungseinheiten hinauswirken.

Taijiquan ist ein idealer Ausgleich zum Alltag mit oft einseitigen Belastungen, z.B. durch eine überwiegend sitzende Tätigkeit im Büro. Mit Taijiquan wird der ganze Mensch sanft aber dennoch dynamisch bewegt und hierüber mobilisiert. Durch Achtung der eigenen Möglichkeiten ist Taijiquan nicht zu intensiv. Aber auch nie monoton – Fortschritte sind immer möglich, sei es in den einzelnen Bewegungen oder durch eine Vielzahl von Abläufen mit und ohne Waffen, kurzen wie längeren Abfolgen, neuen wie traditionellen/sehr alten Formen. 

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Die eigene Fortbildung

geht momentan ja auch nur online. Aber es geht und mit guten, qualifizierten Anbietern sogar ganz gut. Seit Jahresanfang habe ich mich bei verschiedenen Angeboten angemeldet und kann nur sagen: super Entscheidung. Es macht Spaß und es tut mir gut – wieder einmal nicht selbst unterrichten, sondern unterrichtet werden, Neues aufnehmen, Altes wiederholen und tiefer gehen und dann Üben, Üben, Üben.

Natürlich freue ich mich auch, wenn endlich wieder Präsenzkurse und Präsenzfortbildungen angeboten und durchgeführt werden können. Aber bis dahin nehme ich das was geht. Gehe mit den Möglichkeiten der Zeit statt und hole das Beste raus –  gehe mit der Energie, nicht dagegen. 

Das nächste Wochenende nutze ich jetzt zur Wiederholung der 85er Handform – in der Ausführung nach Meister Yang Zhen He – ich freue mich sehr darauf. Zu finden hier:

http://www.taji-qigong-lie.de

http://www.kolibriseminare.de

Langsame, harmonische, aus dem Zentrum kommende Bewegungen

sind für unsere Gesundheit sehr wichtig. Das Wissen und die Anwendung hierzu ist tief in den chinesischen Bewegungskünsten verankert. Die Bewegungen im Qigong wie Taijiquan entwickeln sich aus dem unteren Dantian heraus – unser unteres Energiezentrum ist Dreh- und Angelpunkt: hier sammelt und komprimiert sich unser Qi/unsere Energie und von hier breitet sie sich aus. Durch die Dantianbewegungen wird das Qi mobilisiert und kommt nach außen. Vor einer äußeren Bewegung steht somit immer zuerst eine innere. Alle Bewegungen sind aus dem Dantian heraus initiiert, mit ihm verbunden, damit “Ganzkörperbewegungen” von der Mitte ausgehend bis in alle Extremitäten. Kein Körperteil bewegt sich isoliert, sondern in natürlicher Lebendigkeit harmonisch verbunden mit dem Ganzen. 

Unser energetisches System steht im Fokus beim Kultivieren von Qigong und/oder Taijiquan: Das Qi als Grundlage unseres Leben ist sensibel: das angeborene Qi soll geschützt und so lange wie möglich erhalten/bewahrt, erworbenes Qi gesammelt und kultiviert werden. Mit unseren Übungseinheiten aktivieren wir das Qi, leiten und führen es durch unseren Körper und sammeln es zum Abschluss – nähren und kultivieren es – wieder im Dantian. 

Von ganz besonderer Bedeutung beim Qigong wie Taijiquan ist die Ruhe – die Ruhe des Geistes ist dabei genauso wichtig, wie die Ruhe in den Bewegungen. Durch ein sanftes Bündeln unserer Gedanken, die Ausrichtung auf das Hier und Jetzt und die Übung, auf die Atmung, auf den Qi-Fluss beruhigt sich unser Geist. Ruhige, langsame und korrekt ausgeführte aus dem Zentrum kommende (zentrierte) Bewegungen ermöglichen den Qi-Fluss und schützen das sensible Qi.  Der innere Fluss der Energie und in Verbindung mit einem ruhigen Geist ermöglichen letztlich den Erhalt unseres Qi.

Wenn wir üben, gehen wir daher ganz bewußt in die Ruhe, üben von Anfang an, “das in die Ruhe eintreten”. Kommen wir zur Ruhe, können sich aus der Ruhe heraus sanfte Bewegungen entwickeln. Die Ruhe in Verbindung mit einer natürlich tiefen Atmung und den sanften aber dennoch dynamischen Bewegungen schenkt neue Energie und Entspannung gleichzeitig.  Und auch unsere körperlichen Strukturen werden (sanft) trainiert, Beweglichkeit zumindest erhalten. Mit den zentrierten Bewegungen stärken wir dabei zudem unsere Tiefenmuskulatur des Rückens, stärken somit unser Gleichgewicht, unsere Balance nicht nur energetisch sondern auch strukturell.

Zertifizierte Qigong- und Taijiquan-Unterrichtende berücksichtigen die Erkenntnisse der alten Meister der Bewegungskünste ebenso wie der westlichen Medizin bei ihren Angeboten. Die positiven Wirkungen von Taijiquan und Qigong sind in vielen Studien erforscht und nachgewiesen worden. Nutzen wir sie und tun unserer Gesundheit etwas Gutes!

Draußen üben und trainieren

ist für mich derzeit das Highlight. Die Tage sind länger, so dass auch ein Üben und Trainieren nach der Arbeit oder auch früh morgens draußen sehr gut möglich ist. Leider coronabedingt immer noch nicht in und mit meinen Schüler*innen, sondern alleine. Dafür ist jetzt aber klar: sobald es geht/zulässig ist, werde ich den ganzen Sommer über meine Qigong- und Taijiquaneinheiten draußen, im Freien anbieten. 

Momentan findet Ihr mich weiter online – die Einheiten werden mit  Zoom durchgeführt. Und derzeit von Woche zu Woche entschieden, wie es weitergeht. 

Wer mich live sehen will: ich bin sehr viel draußen unterwegs, übe an schönen Orten, ganz so wie es sich ergibt. Bin oft auch in Gengenbach in der Schneckenmatt. Dort ist es schön und es gibt sehr viel Platz, für alle findet sich ein Plätzchen ohne dass man sich zu nahe kommt. In der Schneckenmatt bin ich zu unterschiedlichen Zeiten: oft mittwochs und freitags morgens, dienstags und donnerstags eher am späten Nachmittag. Hier ein paar Eindrücke:

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