Qi Gong und Taijiquan

Qigong und Taijiquan sind zwei Übungssysteme, die auf sehr ähnlichen bzw. in großen Teilen auf den selben Prinzipien beruhen. Bei beiden Bewegungskünsten kommt der inneren Entwicklung des Menschen eine besondere Rolle zu. Nicht nur den Körper, sondern auch Geist und Seele pflegen und entwickeln, wird mit der regelmäßigen Übungspraxis angestrebt.

Qigong

Qigong ist eine alte chinesische Bewegungsform, bei der die Gesundheitspflege im Vordergrund steht. Dabei wird Bewegung, Atmung und Vorstellungskraft vereint. Zur Praxis gehören daher neben Körper- und Bewegungsübungen auch Atem- und Konzentrations- bzw. Meditationsübungen. Die Qigong-Übungen bestehen aus Einzelbewegung oder (kürzeren) Bewegungsfolgen. Die Übungen sind weniger komplex als beim Taijiquan – genau wie Taijiquan fördern sie Beweglichkeit, Körperwahrnehmung, Koordination, innere Ruhe, Gelassenheit und Wohlbefinden. Als Einstieg in die chinesischen Künste ist Qigong daher ideal und praktisch für jeden geeignet – unabhängig vom Alter und von der Konstitution.

Taijiquan

Taijiquan ist eine chinesische Kampfkunst – entwickelt, um im Kampf zu bestehen. Neben den gleichen positiven gesundheitlichen Aspekten wie beim Qigong, kann mit Taijiquan auch eine kämpferische Seite geübt und praktiziert werden. Beim Taijiquan werden “Formen” gelernt – das sind viele verschiedenen Einzelbewegungen bzw. Bewegungsabläufe, die aneinandergereiht und verbunden werden. Um “die Form” zu erlernen, werden mehr und intensivere Übungseinheiten als beim Qigong benötigt. Neben Handformen gibt es auch Waffen- und Partnerformen, die auf denselben Prinzipien wie die Handformen beruhen.  Anfänger starten in aller Regel mit einer Handform, ggf. mit einer Kurzform.